Die schwarzen Wolken sind in der Nacht weggezogen und die Sonne scheint. Es hat 12 Grad und bis zur Grenze sind es noch 72 km. Die Straße geht fast schnurgerade von den 1700 auf 2300 Höhenmeter. Nach 50 km kam ein keines Dorf und am Ende des Dorfes parkten mehrere Autos vor einem großen geschlossenem Tor. Wie sich herausstellte war das schon die Russische Grenze. Bevor wir dort ankamen wurden wir schon zurück gewunken und an ein grünes Häuschen mit der Aufschrift „Imigration Control“ geschickt.
Dort standen bereits 8 Personen und warteten. Wir dachten noch, dass es schnell gehen wird. Nach genaueren Hinsehen fiel uns auf, dass jede Person mindestens 10 Reisepässe bei sich trug. Alles ging seinen geordneten Weg. Das heißt, wenn eine Person das Häuschen verließ, durfte erst der nächste dort eintreten. Nach ca. 1,5 Stunden kamen wir dann endlich dran. In dem Gebäude saß nur ein Beamter, der die Formalitäten aufnahm.
Jetzt durften wir bis zu der bereits genannten Autoschlange vorrücken und warteten wieder eine dreiviertel Stunde vor dem geschlossenen Tor, da nur jeweils 3 Fahrzeuge auf einmal in den Grenzbereich eingelassen wurden.
Bis alle Formalitäten und Papiere geprüft, abgestempelt und ausgefüllt waren, sowie die Koffer am Motorrad kontrolliert wurden, verging wiederum eine Stunde.
Weiter zur nächsten Schranke, um den Grenzbereich zu verlassen. Auch dort wurden unsere Pässe und die Fahrzeugpapiere kontrolliert. Auf gutem Asphalt windet sich die
Straße Richtung Mongolischer Grenze, die 20 km entfernt und hinter einem 2460 Meter hohen Pass liegt. Auf halber Strecke kam noch ein Kontrollpunkt mit Ausweiskontrolle. Hier gab es ein riesiges Schild mit der Aufschrift, das die „Russische Föderation“ verlassen wird. Dies war aber auch gleichzeitig an der Straße erkennbar, denn ab jetzt ging es auf Schotter weiter.
Die Mongolische Grenze:
Hier wurden wir erst einmal aufgefordert, durch eine braune Pfütze zu fahren und gleich danach anzuhalten. Dann wurden die Reifen der Motorräder mit einem Sprühgerät „desinfiziert“. Dafür mussten wir je einen Dollar bezahlen.
Weiter ging es wie gewohnt mit Zettel ausfüllen, Passkontrolle und Fahrzeugerfassung. Nachdem wir unsere Motorräder nicht selbst aus dem Land ausführen werden, ließen wir die Fahrzeugeinfuhr im Carnet de Passage eintragen und abstempeln.
Der ganze Zauber dauerte insgesamt 30 Minuten und wir waren in der Mongolei.
Schon nach einem Kilometer wurden wir erneut aufgehalten und mussten für 10 Dollar eine Fahrzeugversicherung abschließen. Zu welchen Vertragsbedingungen werden wir nie erfahren.
Wir waren eigentlich ab jetzt auf Schotter eingestellt, mussten aber überraschend feststellen, dass von den 90 km zu unserem heutigen Etappenziel 70 km neu geteert sind.
Nur die Temperatur fiel bei einem Pass von 2650 Meter Höhe auf 8 Grad runter.
Aufgefallen ist uns gleich, dass ab hier uns wieder viele Kinder und Erwachsene freundlich zu winken, was in Kasachstan und Russland nicht der Fall war.
Auch die Orte sind wieder bunter und farbenfroher.
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53. Tag: 1 (18) Länder, 173 km (15171 km), 2h38' (236h31')
Zeitverschiebung zur deutschen Sommerzeit: +5 Stunden
Übernachtung in der Mongolei (Höhe 1750 m).
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