Samstag, 12. Juli 2014

Naadam Fest

Vermutlich wurde unser gestrige Beitrag zum Durst der Mongolen von den Einheimischen gelesen und man rächte sich. Denn die ganze Nacht war durchgehend lärm von lautstark sich unterhaltenden Mongolen, die im Hotel-Gang standen. Auch die Türen wurden stundenlang zugeknallt oder es wurde an den Türen geklopft und gerüttelt. Wir müssen aber ehrlicherweise zugeben, dass am 11.7.und 12.7. (mongolische Feiertage) das mongolische Naadam-Fest mit Bogenschießen, Ringen und Reiten so richtig gefeiert wird. Also drücken wir nochmal ein Auge zu.


Etwas übernächtigt ging es Richtung Osten. Mussten bald feststellen, dass zwar die Richtung stimmte, wir aber auf der falschen Piste fuhren. Dies ist in den Weiten der Mongolei kein größeres Hindernis, denn man kann querfeldein bis zur richtigen Straße fahren. Diese entpuppte sich dann wieder mal als richtig gute Teerstraße.
Nach 130 km das gleiche Spiel. Aus der Teerstraße wurde ohne Hinweis abrupt eine sandige Schotter-Wellblech-Rüttelpiste.
Hier bewies sich dann auch gleich, das die gestrige Reparatur an Erwins Adventure erfolgreich war.


Heute ging uns eine Stunde verloren, da wir wieder mal über eine Zeitzone gefahren sind. Die Differenz zur deutschen Sommerzeit beträgt jetzt plus 6 Stunden.

Wir schafften dann noch ca. 100 km und suchten einen Übernachtungsplatz, da rundherum Gewitter mit Blitz und Donner aufzogen und wir unsere Zelte noch im Trockenen aufbauen wollten.


Ein solcher Platz ist in der Mongolei schnell gefunden. 90 Grad von der Piste querfeldein abfahren und nach 500 Meter Zelt aufbauen. Wer meint, man ist bei den Weiten und der minimalen Bevölkerungsdichte in der Mongolei ganz alleine, der irrt. Wir wurden bereits beim Zeltaufbau von 2 Kindern auf ihren Pferden aus der Nähe beobachtet.
Danach kam noch eine größere Herde an Ziegen vorbei und ebenso ein Mongole mit seinem Motorrad.


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57. Tag: 0 (18) Länder, 238 km (16083 km), 5h12' (255h03')

Zeitverschiebung zur deutschen Sommerzeit: +6 Stunden

Übernachtung in der Mongolei (Höhe 1950 m).

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