In der Nacht hatten wir richtig Sturm und ein Gewitter zog mit etwas Regen über uns hinweg. Die Temperatur fiel aber nicht unter 24 Grad.
Mit den ersten Sonnenstrahlen packten wir unsere Zelte und fuhren weiter Richtung Osten auf einer so gut wie nicht befahrenen Piste. Auf der ganzen Südseite des Sees entlang, waren eingetrocknete Wasserläufe aus den Bergen.
Die Piste endete in einer großen Sanddüne. Wir zogen es vor, diese Düne zu umfahren. Also ging es querfeldein durch sandige Gebiete mit kargen Pflanzenbewuchs. Durch den weichen Sand war es oftmals nicht zu vermeiden, dass der eine oder andere knorrig –harte Busch gestreift wurde. Als wir die geplante Piste sahen, gab es nur noch ein kleines Problemchen zu überwinden. Das war wiedermal ein Flussbett, jedoch ohne Wasser aber mit einer ca. 1,5 Meter tiefen Uferböschung auf beiden Seiten.
Also blieb uns nichts anderes übrig, dieses Flussbett zu folgen, bis wir eine geeignete Stelle zum Überqueren fanden.
Jetzt hatten wir zwar eine Piste, diese war aber wegen dem Sand und der Ausspülungen auch nicht besser zu befahren. Oftmals verwenden die Kamele diese Stellen, um dort ein Sandbad zu nehmen. Sie wühlen somit den Sand über größere Flächen noch mehr auf.
Es ging dann stetig bergauf, wobei die Piste über eine längere Stecke in einem breiten trockenen Flussbett entlangging.
So erreichten wir einen Pass mit 2100 Meter Höhe.
Von dort ging es weiter bergab durch die Ausläufer der Wüste Gobi.
Dort erreichte die Temperatur die 38 Grad Marke.
Im nächsten Ort füllten wir unsere Wasservorräte auf und tankten. Wir bekamen nur Benzin mit 80 Oktan, was unsere Motorräder (lt. BMW mindestens 95 Oktan) bei niedriger Drehzahl mit Klingeln und Husten quittieren.
Zum Übernachten ging es wieder mal querfeldein ins Gelände.
Und wieder wurden wir von einem mongolischen „Indianer“ beobachtet, der in sicherer Entfernung auf einem Hügel saß. Es dauerte aber nicht lange und schon kam er mit seinem Moped an geknattert und verfolgte hautnah unser Treiben.
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61. Tag: 0 (18) Länder, 177 km (16590 km), 5h41' (271h13')
Zeitverschiebung zur deutschen Sommerzeit: +6 Stunden
Übernachtung in der Mongolei (Höhe 1350 m).
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