Dienstag, 15. Juli 2014

Richtung Wüste Gobi

Die letzten beiden Nächte verbrachten wir im Hotel Seoul in Bayanhongor. Normalerweise machen wir selten Reklame, aber dieses Hotel war in der Mongolei bisher das Beste zum kleinsten Preis. Die Zimmer sind zwar nicht groß aber neu ausgestattet. Es gab ein modernes Bad, wo das Warmwasser funktionierte und sogar schnelles Internet (WIFI) Was ganz selten, im Preis (Doppelzimmer ca. 23 Euro) war sogar das Frühstück enthalten.

Nachdem wir unseren ganzen Proviant verstaut haben, machten wir noch unseren Tank voll. Erst mal ging es 15 km zurück nach Westen um dann den richtigen Abzweig nach Süden zu finden. Dieses war aber nicht so schwer, da uns das Navi dabei unterstützte. In der Karte ist diese Straße als kleine weiße Linie eingetragen. Somit stellten wir uns auf eine schlecht befahrbare Nebenstraße ein, die anfangs aber besser zu befahren war, als so manche rote Hauptstraße. Nach ca. 60 km sah man die ersten Dünen und gleichzeitig wurde die Piste sandiger. Ein größeres eingezäuntes Gebiet versperrte die Straße und wir mussten von unserer geplanten Route schon mal abweichen. Das es in Richtung Wüste geht, zeigen auch die Temperaturen. Das Thermometer an der GS zeigte 32 Grad an.


In Boght wollten wir Richtung Osten weiterfahren. Dabei hätten wir einen Fluss überqueren müssen. Wie so oft in der Mongolei üblich, gibt es auch wieder mal keine Brücke. Vermutlich hat es hier in der letzten Zeit sehr viel geregnet, da der Fluss ziemlich viel Wasser (braune Brühe) mitbrachte. Die erste Durchfahrt haben wir noch gemeistert.


Doch bei der zweiten Durchfahrt (über ½ Meter Tiefe) haben wir gekniffen. Die Einheimischen wollten uns dazu animieren, dass wir dort durchfahren, um ihren Spaß auf unsere Kosten zu haben.


Uns blieb nun nichts anderes übrig, als diese Stelle zu umfahren. Das heißt, der Fluss läuft in einen See und dieser muss nun umrundet werden.

Als wir die Nordseite des Sees erreichten und am Himmel wieder mal schwarze Wolken aufzogen, suchten wir einen Übernachtungsplatz. Also Richtung See abbiegen und durch den Sand zum Ufer. Leider mögen die Mücken auch die Seenähe und somit flüchteten wir wieder.
Am Südufer sind die Berge und da ist es ziemlich kahl. Auch der Wind kam vom Berg und somit richteten wir unser Lager mit wenig Mücken hier ein.


Wir schafften es gerad noch, unsere Zelte aufzubauen, als es zu regnen anfing.


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60. Tag: 0 (18) Länder, 169 km (16413 km), 5h57' (265h32')

Zeitverschiebung zur deutschen Sommerzeit: +6 Stunden

Übernachtung in der Mongolei (Höhe 1220 m).

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