Montag, 19. Mai 2014

Langwierige Einreise in die Türkei:

Heute hat es doch länger gedauert, als ursprünglich geplant. Nach dem Gestrigen späten Essen wurde heute erst mal länger ausgeschlafen, bis 6:30 Uhr. Da immer noch Packprobleme existieren (alles war so schön eingepackt und nun will das ganze Geraffel nicht mehr in die Koffer passen) dauerte die Abfahrt doch etwas länger. Kurz nach 9:00 Uhr ging es dann auf die Straße Richtung Türkei. Noch in Bulgarien konnten wir die ersten Erfahrungen machen wie es sich mit dem ganzen Gepäck auf schlechten Straßen fährt. Aber wenigstens hat es nicht mehr geregnet.
An der türkischen Grenze sind wir dann doch wieder nass geworden. Ein freundlicher Grenzer hat uns an der Autoschlange vorbei gelotst, damit wir nicht so lange warten mussten. An der nächsten Warteschlang standen wir dann doch wieder. Und dort wollte man einen Strichkodezettel vom „Motorkontroll“. Den hatten wir aber nicht, weil man hat uns ja an der Warteschlange vorbei geleitet. Also wieder zurück und Strichkodezettel holen. Danach wieder anstellen. Dann wollten sie unsere grüne Versicherungskarte, da fehlte aber dann ein Zettel. Also wieder zurück und Zettel ausfüllen lassen. Wir haben uns sicherheitshalber gleich nochmal einen Strichkode geben lassen. Daraufhin durften wir dann auch in die Türkei einreisen. Das alles bei Sonne und 27 Grad. Dank dem freundlichem Grenzer, haben wir ungefähr drei Mal so lange über die Grenze gebraucht wie die Autofahrer, die Mal vor uns standen. Danach waren wir unter der Motorradjacke nässer, wie bei unserer Regenfahrt die Regenjacken außen.

Dann kam noch die Suche nach der Mautkarte, welche für die Fahrten auf der Autobahn und für die Bosporusüberquerung benötigt wird.
„HGS“ heißt unser Reizwort. Das ist quasi eine Prepaid-Karte, mit der man die Gebühren für die Benutzung der Autobahn und für die Überquerung der Bosporus Brücke bezahlen kann. Das Problem ist, so einen „Ticket Verkaufsladen“ zu finden. Im Internet hieß es, als wir uns Zuhause noch darüber informierten, dass es gleich nach der Grenze einen Laden (oder an der Tankstelle) geben sollte, die diese HGS Karten verkauft. Genau so einen Ticket-Laden haben wir nicht gefunden und auch die nächste Shell-Tankstelle hatte keine HGS Karte. Also weiter suchen. Ein freundlicher Türke meinte, dass wir kurz vor der Autobahn in 10 km so eine Stelle auf der linken Seite finden werden. Und Schwupps waren wir auf der Autobahn und mussten dann durch eine Mautstelle fahren. Die Mautstellen hier in der Türkei sind mit sehr vielen Videokameras ausgestattet (In jeder Fahrspur wird man von vorne und von hinten aus allen Winkeln abgefilmt), die, wenn das Fahrzeug nicht über HGS registriert ist, einen lauter Alarm auslöst. Somit schlug dieser Alarm bei allen drei Motorrädern an. Gleich danach steht ein Polizist, den wir dann fragten, wo wir diese HGS Karte bekämen. Er schicke uns dann wirklich über die 6-spurige Autobahn auf die andere Seite. Wenn man nun meint, das war jetzt die Lösung, dann liegt man falsch. Denn, der Verkäufer hatte Probleme mit dem PC und schickte uns weiter mit den Worten: „no Problem to Istanbul“. Also fuhren wir nach einer erneuten Stunde Verzögerung nassgeschwitzt weiter. Am Ende der Autobahn gibt es natürlich wieder eine Mautstelle, die dreimal lautstark Alarm auslöste, als wir durchfuhren.

Der Rest unserer Tagesstrecke lief dann Reibungslos.
So, jetzt sind wir auf einem super Campingplatz kurz vor Istanbul.




3. Tag: 1 (8) Länder, 552 km (1896 km), 9h08' (23h48')

Start in Bulgarien.
Übernachtung in der Türkei.


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